WISSENSWERT
Crema Catalana – Kataloniens berühmtes Dessert
Samtige Vanillecreme unter einer knusprig karamellisierten Zuckerkruste: Die Crema Catalana gehört zu den bekanntesten Desserts Spaniens – und zu den ältesten Europas. Was hinter der katalanischen Spezialität steckt und worin sie sich von der Crème brûlée unterscheidet. Ein Dessert mit über 600 Jahren Geschichte, und bis heute der klassische Abschluss eines spanischen Essens.
Eines der ältesten Desserts Europas
Die Crema Catalana stammt aus Katalonien und zählt zu den ältesten überlieferten Süßspeisen Europas: Erste schriftliche Erwähnungen finden sich bereits in katalanischen Kochbüchern des 14. Jahrhunderts. In ihrer Heimat heißt sie auch „crema cremada“, gebrannte Creme. Die Basis ist denkbar einfach: Milch, Eigelb und Zucker, sanft auf dem Herd gebunden. Ihren Charakter bekommt die Creme durch Zitrusschale und Zimt.
Die Tradition zum Josefstag
Traditionell wird die Crema Catalana am 19. März serviert, dem Josefstag (Sant Josep), der in Spanien zugleich Vatertag ist. Längst gibt es sie aber das ganze Jahr über, in Katalonien wie in Tapas-Restaurants weltweit. Serviert wird sie klassisch kalt, die Zuckerkruste dagegen frisch und noch warm karamellisiert. Dieser Kontrast aus kühler Creme und knackigem Karamell macht den Reiz aus. Dazu passt übrigens ein Glas Süßwein oder Cava.
Unterschied zur Crème brûlée
Die Crema Catalana wird auf Basis von Milch auf dem Herd angedickt und klassisch mit Zitrusschale und Zimt aromatisiert. Die französische Crème brûlée basiert dagegen auf Sahne, gart im Ofen im Wasserbad und wird mit Vanille abgeschmeckt – zwei verwandte, aber deutlich unterschiedliche Desserts.
Häufige Fragen zur Crema Catalana
Aus wenigen Zutaten: Milch, Eigelb, Zucker und etwas Stärke, aromatisiert mit Zimt und Zitrusschale. Oben drauf kommt eine dünne Zuckerschicht, die erst kurz vor dem Servieren karamellisiert wird.
Ja, das Grundprinzip ist ein Pudding: Eigelb mit Stärke verrühren, Milch mit Zimtstange, Zucker und Zitrusschale aufkochen, beides verbinden und eindicken lassen. Die Kruste braucht allerdings Übung und am besten einen Küchenbrenner.
Das klassische Rezept enthält kein Mehl aus Weizen, sondern bindet mit Stärke, meist Maisstärke. Wer empfindlich ist, fragt trotzdem am besten kurz nach, wie das jeweilige Haus sie zubereitet.
Crema Catalana im Adam’s probieren
Bei uns steht die Crema Catalana als Dessert auf der Speisekarte – mit samtiger Vanillecreme und frisch karamellisierter Zuckerkruste. Der perfekte Abschluss eines Tapas-Abends in Rosengarten-Klecken.